Der Name des Staates “Singapur” geht auf das Sanskrit, das als Hochsprache verwendete Altindisch zurück. Der Name setzt sich aus den beiden Worten “Singha” (“Löwe”) und “Pura” (“Stadt”) zusammen, was zusammen die Bedeutung „Löwenstadt“ ergibt.

Der Name Singapur ist allerdings erst seit dem 14. Jahrhundert in Verwendung. Vorher hiess die Insel „Temasek“. Diesen Namen erhielt es während der im 8. Jahrhundert erfolgten Besiedelung. Überspringen wir die relativ wenig interessante Frühzeit und kommen wir zum Ursprung des heutigen Namens.

Die Legende vom Löwen im Dschungel

Einer malaiischen Legende zufolge wurde schliesslich aus „Temasek“ „Singapur“:
Im 14. Jahrhundert floh ein hinduistischer Prinz, der wegen seiner Heirat mit einer buddhistischen Prinzessin aus Java in politische Schwierigkeiten geraten war nach Temasek. Auf seiner Flucht begegnete der Prinz einem Löwen im dichten Dschungel. Diese Begegnung hat ihn ziemlich beeindruckt – so sehr, dass er die Insel fortan „löwenstadt“ getauft hat. Die Begegnung mit dem Löwen muss um so beeindruckender gewesen sein, als in Singapur eigentlich gar keine Löwen gibt.

Höchstens Tiger hat es dort einmal gegeben, so das der Prinz wahrscheinlich einen Tiger gesehen haben dürfte. Aber laut Legende war es eben ein Löwe, und so erhielt die Insel ihren heutigen Namen.

Was auch immer der Prinz im Dschungel gesehen hat: Singapur blieb weiter eine eher unbedeutende Insel, allerdings wurde auf der Insel ein Handelposten des seinerzeit einflussreichen Sri-Vijava-Reiches errichtet. Später wurde Singapur ein Vasallenstaat des Majapahir-Reiches auf Java.

Singapur Geschichte: Sir Stamford Raffles und das britische Singapur

Ein entscheidende Wende in der Geschichte Singapurs ergibt sich 1819, als Sir Thomas Stamford Raffles In Singapur an Land geht und dort für die britische East India Company einen Handelsposten einrichtet. Singapur wächst daraufhin schnell von einem Fischerdorf mit wenigen hundert Menschen zu einer über 5000 Einwohner umfassende Hafenstadt und wächst weiter. Schon 1824 wird Singapur von Der East India Company übernommen und dem Sultan von Johor für 60.000 $ und eine Jahresrente abgekauft.

Die weitere Entwicklung der Insel war hervorragend, am 1. April 1867 wurde Singapur offiziell zur britischen Kronkolonie. Bis 1871 war Singapur zu einer Stadt mit 173.000 Einwohnern herangewachsen. Mit weiter steigender Tendenz.

Während der britischen Kolonialzeit entstanden zahlreiche imposante Gebäude wie das Victoria Theatre, die Townhall ,das heutige Fullerton Hotel oder die St. Andrews Kathedrale.

Der 2. Weltkrieg und die japanische Besatzung – das schwärzeste Kapitel der Singapurer Geschichte

Die dunkelste Zeit in der Geschichte Singapurs war sicherlich der Zweite Weltkrieg. 1941 eroberten die Japaner Malysia und umzingelten Singapur. Die Japaner nahmen eine Invasion in Singapur vor und eroberten die Insel von der malaiischen Landseite her. Darauf waren die britischen Verteidiger der Insel nicht vorbereitet. Die schweren Festungsgeschütze mit denen Singapur bestückt war, sicherten die Insel lediglich gegen einen Angriff von See aus. Obwohl die Engländer den angreifenden Japanern zahlenmässig überlegen waren, konnten sie aufgrund ihrer mangelhaften Vorbereitung und fehlender Verteidigungsstrategie die Insel nicht halten.

Die Japaner eroberten die Insel 1942 und errichten ein hartes und grausames Besatzngsregime. Es gab zahlreiche Hinrichtungen un in Changi entsand ein berüchtigtes Gefangenlager.

Gleich nach der japanischen Niederlage 1945 wurde Singapur wieder an die Briten zurückgegeben. Doch die Zeit, wo Singapur vonausländischen Mächten kontrolliert wurde, sollte von nun an langsam aber sicher zu Ende gehen.

Nachkriegszeit und Unabhängigkeit

Im Jahr 1959 wurde Singapur zu einer autonomen Kronkolonie und begann sich selbst unabhängig von Grossbritannien zu regieren. Politische Parteien wurde gegründet. Die PAP (Peoples Action Party) gewann die ersten Wahlen, Lee Kuan Yew wurde erster Premierminister Singapurs.

1963 gründet Singapur eine Konföderation mit Malaysia, die sich aber von Anfang an schwierig gestaltet und von permanenten Meinungsverschiedenheiten geprägt ist.

Schon 1965 scheitert die Zusammenarbeit mit Malaysia und Singapur wird endgültig ein unabhängiger und souveräner Staat. Von nun an beginnt der unaufhaltsame Aufstieg der jungen NAtion von einem Entwicklungsland zu einem modernen Industriestaat.

1967 wird der Singapur Dollar eingeführt – bis heute eine sichere und stabile Währung.

1972 entsteht der Contaierhafen – heute der drittgrösste der Welt.

Die ganze Teit wird Singapur von der PAP und Premierminister Lee Kuan Yew regiert, der dem Land völlig seinen Stempel aufdrückt und mit seinem Stab das Land führt wie einen Familienbetrieb. Die Infrastruktur wied weiter ausgebaut und die Stadt konsequent modernisiert und an die Welt angebunden:

1981 öffnet der Changi Airport seine Tore, bis heute ein wichtiges Drehkreuz der Luftfahrt in Asien.

1988 wird die U-Bahn MRT in Betrieb genommen und seitdem konsequent weiter ausgebaut und erweitert. Bis heute.

2000: Die Asien-Krise trifft auch Singapur, aber die Stadt erholt sich schnell davon, viel schneller als die Nachbarländer und kommt wirtschaftlich rasch wieder auf die Beine.

2003: Die Seuche SARS behindert den Tourismus, hinterlässt aber keine bleibenden Schäden.

Auf dem Weg ins 21 Jahrhundert

2008: Die Finanzkrise trifft auch Singapur, aber wieder kann sich die Singapurer Wirtschaft rasch erholen. Singapur ist längst ein internationales Finanzzentrum geworden und zieht als sicherer Hafen Anlegergelder aus aller Welt an.

Währendessen versucht die Regierung, die Wirtschaft möglichst vielseitig aufzustellen: Mit dem Kasino werden neue Einnahmequellen erschlossen, neben Handel und Industrie wird auch der Tourismus immer stärker gefördert. Neue Attraktionen entstehen. Marina Bay wird angelegt, der Singapore Flyer geht in Betrieb. Das futuristische Marina Bay Hotel wird zu einem neuen Wahrzeichen der Stadt.

Singapurs Regierung fördert auch das Internet wo es geht und will die Stadt auch zu einem Medienzentrum machen. So gibt es überall in der Stadt Zugang zu WLAN..